Zahnzusatzversicherung

Immer wieder kommt es zu Nachfragen, weil bei der Kostenerstattung durch die Versicherungsgesellschaft Probleme auftauchen. Diese lassen sich vermeiden, wenn bestimmte Punkte beachtet werden:

Die Wartezeit beachten!

Die normale Wartezeit beträgt acht Monate: D.h., in dieser Zeit wird keine Leistung erbracht. Es gibt Versicherungsgesellschaften, die hiervon abweichen und eine kürzere Wartezeit anbieten oder bei Zahnprophylaxe sogar auf eine Wartezeit verzichten. Sind die Fristen nicht eindeutig erkennbar, bitte beim Vermittler oder Versicherer nachfragen!

Kostenvoranschlag aushändigen lassen!

Nicht alle Anbieter wollen generell einen Kostenvoranschlag haben, manche verzichten ganz darauf, manche wollen erst ab einer bestimmten Summe einen vorgelegt bekommen. Es macht aber Sinn, sich generell einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.
Dieser Kostenvoranschlag sollte immer den Abrechnungssatz enthalten! Das ist wichtig, denn normalerweise erstattet eine Zusatzversicherung nur bis zum 2,3-fachen Honorarsatz. In begründeten Ausnahmefällen wird auch der 3,5-fache Honorarsatz erstattet. Alles was darüber hinaus abgerechnet wird, muss die versicherte Person selbst bezahlen!
Unnötige Rückfragen lassen sich vermeiden, wenn im Kostenvoranschlag die Laborkosten detailliert aufgeführt sind. Das gilt sowohl für das Eigenlabor der behandelnden Praxis, als auch für die Fremdlaborkosten (Zahntechnik). Sind Laborkosten in einer Position zusammengefasst oder nur geschätzt, ist eine Zeitverzögerung vorprogrammiert.

Keine Vermischung unterschiedlicher Leistungen!

Werden neben Zahnersatzleistungen (Krone, Brücke, Inlay, Implantat) zusätzlich noch andere Leistungen erbracht, wie beispielsweise eine Zahnreinigung und Fissurenbehandlung oder eine Behandlung des Zahnfleischs, dann besteht nur ein Erstattungsanspruch, wenn diese Leistungen auch mitversichert sind. Besteht nur eine Zusatzversicherung für Zahnersatz, dann müssen die Zusatzleistungen selbst gezahlt werden. Die Praxis sollte im Vorfeld darüber informiert sein, welcher Versicherungsumfang abgeschlossen wurde.

Zahnstaffeln beachten!

Alle Versicherungsgesellschaften begrenzen die Leistungen in den ersten drei bis sechs Jahren. Es ist ratsam, sich darüber vor der Behandlung zu informieren, sonst fällt der Eigenanteil höher aus als geplant.