Was Sie bei einer Scheidung beachten müssen

Eine Scheidung bzw. eine Trennung hat Einfluss auf mehrere Absicherungsbereiche und Ihre finanziellen Planungen. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.

Risikoabsicherung

Haftungsrisiken
Haftungsrisiken bergen immer ein enormes Schadenpotential. Sie sind daher vorrangig und umfassend abzusichern. Bei bestehendem Privathaftpflichtschutz scheidet der mitversicherte Ehegatte mit dem Tag der Scheidung aus und muss sich um eigenen Versicherungsschutz kümmern. Eine Privathaftpflicht-Familienpolice können Sie ggf. auf eine Singlepolice umstellen. Die Mitversicherung von Kindern ist zu prüfen. Die Absicherung weiterer Haftungsrisiken (z.B. bei Tierhaltern) sollten Sie mit uns besprechen (wer trägt und versichert welches Risiko?).

Übernahme Krankheitskosten
Durch eine Scheidung ergibt sich unter Umständen Änderungs- und Beratungsbedarf, z. B. in Bezug auf Beihilfevorschriften, der Mitversicherung von Kindern und des bisherigen Ehepartners.

Krankheits-/unfallbedingte Einkommensausfälle
Im Falle einer Scheidung stellt sich die Frage, ob und inwieweit das Einkommen des ehemaligen Partners bei der Ermittlung des eigenen Versorgungsbedarfs einbezogen wurde. Künftige Unterhaltsansprüche /-zahlungen sind  zu berücksichtigen.  Eine Veränderung bestehender Ansprüche (z.B. auf Erwerbsminderungsrente und/oder im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung) durch den Versorgungsausgleich ist zu bedenken. Bei Änderungen sollte eine bestehende Versorgung angepasst oder eine solche eingerichtet werden.

Pflegefallrisiko
Auch stellt sich die Frage, ob das Einkommen, Vermögen und die Fähigkeit zur Pflege des bisherigen Partners bei der Ermittlung des persönlichen Bedarfs berücksichtigt wurde. Gegebenenfalls muss eine bestehende Versorgung angepasst werden.

Langlebigkeitsrisiko
Durch die Scheidung entstehen möglicherweise gesetzlich oder vertraglich bedingte künftige Versorgungsansprüche des ehemaligen Partners. Daher empfehlen wir Ihnen, diese Bereiche für beide Ehepartner komplett zu analysieren. Hierzu gehört auch, dass bestehende Versorgungen hinsichtlich der Höhe der Absicherung, der Bezugsrechte, der Garantiezeiten, der Versicherungsnehmereigenschaften etc. überprüft und ggf. geändert werden.

Todesfallrisiko
Anlässlich einer Scheidung sollten Sie überprüfen, ob  und in welcher Höhe noch  Absicherungsbedarf des bisherigen  Ehepartners oder etwaiger Kinder besteht. Bezugsrechte und die Versicherungsnehmereigenschaft sollten Sie bei bestehenden Verträgen überprüfen.

Sachwertrisiken
Sofern sich anlässlich der Scheidung nachhaltige Veränderungen der Sachwerte, oder durch Umzug/Zusammenzug Veränderungen zu den Risikoorten ergeben, ist dies in den bestehenden Verträgen zu berücksichtigen. Bei Kfz-Versicherungen sind Versicherungsnehmer, Haltereigenschaften sowie Rabattübertragungen zu prüfen.

Sonstige Risiken
Bei einer bestehenden Rechtsschutzversicherung scheidet der mitversicherte Ehegatte mit dem Tag der Scheidung aus und muss sich um eigenen Versicherungsschutz kümmern. Eine Familienpolice kann ggf. auf Singlepolicen umgestellt werden. Die Mitversicherung von Kindern ist zu prüfen. Wir empfehlen Ihnen, die Absicherung weiterer Risiken mit uns zu besprechen (wer trägt und versichert welches Risiko?).

Vermögensaufbau

Kurzfristige Verbindlichkeiten
Eine Scheidung verändert je nach Lebensform und finanzieller Absprache auch den Betrachtungshorizont in der Beratung, sofern vorher eine gemeinsame Betrachtung gewünscht war. Dies gilt insbesondere hinsichtlich vorhandener Girokonten und ggf. gemeinsamen Verbindlichkeiten. Sofern Kontokorrentkredite vorhanden sind, sollte eine schnelle Tilgung oder längerfristige Umfinanzierung erfolgen.

Kurzfristige Anlagen
Die Kosten von künftig getrennten Haushalten ändern sich. Dementsprechend sollte der Liquiditätspuffer ausgelegt sein. Generell wird empfohlen 2-3 Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto oder Sparbuch verfügbar zu haben, das nicht längerfristig gebunden ist. Aus dem Scheidungsurteil kann sich die Notwendigkeit einer Neustrukturierung des Vermögens ergeben.

Mittelfristige Verbindlichkeiten
Aus dem Scheidungsurteil ergibt sich in der Regel eine veränderte Liquiditätssituation, die Sie bei neuen Finanzierungen bzw. Prolongationen beachten sollten. Aus zusätzlichen dauerhaften Verpflichtungen, die sich z. B. aus dem Betrieb und Unterhalt einer Immobilie ergeben, kann eine geänderte Liquiditätsprognose resultieren. Die Struktur der Verbindlichkeiten sollten Sie optimieren (Orientierungszins, Sondertilgungsoptionen und alterskongruente Restlaufzeiten beachten).

Mittelfristige Anlagen
Passen Sie die Sparraten an die veränderte Liquiditätssituation und die veränderte Risikotragfähigkeit des Haushalts an (alleinstehend oder Patchworkfamilie; ein oder mehrere Einkommen). Sofern erforderlich, sollte eine Anlageauflösung vor Nutzung eines Kontokorrentkredits erfolgen.

Langfristige Verbindlichkeiten
Aus dem Scheidungsurteil ergibt sich in der Regel eine veränderte Liquiditätssituation, die bei neuen Finanzierungen bzw. Prolongationen beachtet werden muss. Aus zusätzlichen dauerhaften Verpflichtungen, die sich z. B. aus dem Betrieb und Unterhalt einer Immobilie ergeben, kann eine geänderte Liquiditätsprognose resultieren. Die Struktur der Verbindlichkeiten sollten Sie optimieren (Orientierungszins, Sondertilgungsoptionen und alterskongruente Restlaufzeiten beachten).

Langfristige Anlagen
Passen Sie die Sparraten an die veränderte Liquiditätssituation und die veränderte Risikotragfähigkeit des Haushalts an (alleinstehend oder Patchworkfamilie; ein oder mehrere Einkommen). Sofern erforderlich, sollte eine Anlageauflösung vor Nutzung eines Kontokorrentkredits erfolgen.