Erwerbsminderung - Verlust der Arbeitskraft

Der Verlust der Arbeitskraft ist ein existenzielles Risiko. Deshalb daher sollte man sich gegen die finanziellen Folgen ausreichend versichern! Welche Alternativen gibt es?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese Versicherung ist die klassische und umfassendste Variante. Sie bietet Versicherungsschutz sowohl, bei unfallbedingter als auch krankheitsbedingter Berufsunfähigkeit. Eine Berufsunfähigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt vor, wenn Art, Schwere und Ausmaß einer Krankheit, einer Körperverletzung oder eines Kräfteverfalls nach allgemein anerkannten medizinischen Erkenntnissen erwarten lassen, dass man wenigstens sechs Monate lang mindestens zu 50 % außerstande ist, dem ausgeübten Beruf nachzugehen.

Die Grundfähigkeitsversicherung

Bei dieser Form ist der ausgeübte Beruf für die Leistungsbeurteilung unwichtig. Die Rentenzahlung erfolgt dann, wenn bestimmte Grundfähigkeiten wie Gehen, Waschen, Sehen, Hören, etc. für wenigstens zwölf Monate nicht mehr ausgeübt werden können oder konnten.

Die Dread Disease-Versicherung (Schwere Krankheiten-Vorsorge)

Grundsätzlich gilt, dass bei der Diagnose einer bestimmten Erkrankung die Leistung fällig wird. Die Leistungsmerkmale der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich. Versicherte Erkrankungen können Alzheimer, Blindheit, Herzinfarkt, HIV, Krebs, Lähmungen, Multiple Sklerose, Parkinson oder ein Schlaganfall sowie Verlust der Sprachfähigkeit oder des Gehörs sein. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird keine Rentenzahlung geleistet, sondern eine Versicherungssumme fällig.

Die Unfallversicherung

Ein Unfall liegt vor, wenn man durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Es wird eine Invaliditätsentschädigung in Form einer Kapitalzahlung, die von dem festgestellten Invaliditätsgrad und von der Versicherungssumme abhängt, gezahlt. Krankheiten spielen bei der Bewertung keine Rolle.

Kombiprodukte als Alternative

Der persönliche finanzielle Rahmen, der ausgeübte Beruf oder Vorerkrankungen können die Versicherungsmöglichkeiten einschränken. Trotzdem bedeutet das nicht, dass man sich auf eine der vorgenannten Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung beschränken muss. Hier gibt es inzwischen Versicherungsprodukte, die eine akzeptable Alternative darstellen.