Elternzeit und Krankenversicherung

Väter und Mütter haben nach der Geburt eines Kindes Anspruch auf Elterngeld, und zwar maximal für 14 Monate. Beide Elternteile können sich diesen Zeitraum frei untereinander aufteilen. Der Zeitraum kann mindestens zwei, höchstens zwölf Monate betragen. Eine Verlängerung um weitere zwei Monate ist möglich, wenn sich beide Eltern an der Betreuung des Kindes beteiligen und dadurch eine Einbuße von mindestens zwei Monatseinkommen haben.

Was passiert mit der gesetzlichen Krankenversicherung?

Der Elternteil, der Elterngeld bezieht und vorher Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung war, ist für die Dauer der Elternzeit beitragsfrei weiter in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Wer neben dem Elterngeld jedoch aus einer Teilzeitbeschäftigung ein Entgelt bezieht (über 400 Euro im Monat), muss für dieses Einkommen Krankenversicherungsbeiträge entrichten.
Freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte müssen weiter Beiträge entrichten und zwar den Mindestbeitrag.
Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung für freiwillig Versicherte besteht dann, wenn der/die Ehepartner/in ebenfalls in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist.

Was gilt bei einer privaten Krankenversicherung?

Ein Anspruch auf Elterngeld zieht keine Versicherungspflicht nach sich. Wer privat versichert ist, muss für die gesamte Elternzeit den Beitrag weiter zahlen. Für privat versicherte Angestellte gilt, dass für die gesamte Elternzeit darüber hinaus auch der Arbeitgeberanteil mit zu zahlen ist!
Privat Versicherte, die während der Elternzeit einer versicherungspflichtigen Teilzeitarbeit nachgehen, werden in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig und können die bestehende private Krankenversicherung in eine Anwartschaft umwandeln. Nach Ablauf von zwölf Monaten haben sie darüber hinaus die Wahl, sich weiter freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern oder die private Krankenversicherung wieder aufleben zu lassen.

Wie verhält es sich bei verbeamteten Personen?

Eine Beratung ist in jedem Fall angeraten, da es in den Bundesländern unterschiedliche Regeln gibt. Bisher privat versicherte Angestellte können z.B. für die Dauer des Elterngeldbezugs unter Umständen beihilfeberechtigt werden.