Betriebsrente und Arbeitsplatzwechsel

Jede/r Arbeitgeber/in ist verpflichtet, den Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Allerdings über den Durchführungsweg (Direktversicherung, Pensionskasse, etc.) und die Wahl der Versicherungsgesellschaft kann der/die Arbeitgeber/in selbst entscheiden. Das kann zu Problemen führen!

Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge beim Arbeitsplatzwechsel?

Zuerst ist zu prüfen, ob es „unverfallbare Ansprüche“ ab Beginn gibt. Wenn vereinbart ist, dass der Vertrag Ihnen ab dem ersten Beitrag gehört, dann nehmen Sie den Vertrag mit. Das ist meist der Fall, wenn Sie die Beiträge durch Gehaltsumwandlung selbst zahlen. Bei „arbeitgeberfinanzierten“ Verträgen kann die „gesetzliche Unverfallbarkeit“ abweichend geregelt sein. Diese besagt, dass der Vertrag nur mitgenommen werden darf, wenn die versicherte Person das 25. Lebensjahr vollendet hat und wenigstens fünf Jahre für den/die Arbeitgeber/in tätig war.

Muss die neue Firma den Vertrag übernehmen?

Es muss Ihnen eine betriebliche Altersvorsorge angeboten werden, aber wie bereits eingangs gesagt, entscheidet der/die neue Arbeitgeber/in über den Durchführungsweg und über die Versicherungsgesellschaft. Für die Personalabteilung ist es einfacher, alles mit einem Versicherungsunternehmen zu regeln. Deshalb gibt es auch oft eigene Gruppen- oder sogar Branchenverträge.

Was ist, wenn der Vertrag nicht übernommen wird?

Sie können natürlich den alten Vertrag selbst fortführen. D.h., er wird auf Sie übertragen und als ganz normale private Rentenversicherung fortgesetzt, ggf. auch mit einem geringeren Beitrag.
Der Vertrag kann aber auch auf das neue Versicherungsunternehmen übertragen werden, wenn es sich um eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse handelt. Es gibt das so genannte „Übertragungsabkommen“, dem die meisten Versicherer beigetreten sind. Das bedeutet, dass das Guthaben des einen Vertrages auf den neuen Vertrag beim neuen Versicherer übertragen wird.

Gilt das auch für eine Unterstützungskasse?

Waren Sie bisher über eine Unterstützungskasse versichert, ruht dieser Vertrag. Diese Form der Altersvorsorge wird durch das Übertragungsankommen nicht erfasst.